Kuschelmelodien treffen auf substanzlose Dickehose-Riffs. Wers mag.
Sie sind die Electric Wizard der Veröffentlichungspolitik. Schon für den Vorgänger brauchte man eine halbe Ewigkeit, und auch The Dream Society ließ sich erst nach viel hin und her Oktober 2007 auf irgendeinem No-Name-Label veröffentlichen. Richtig gelesen. Erst jetzt, fast schon 2 Jahre später findet das Teil seinen Weg in das Postfach eines Rezendenten. Ha! Wahrscheinlich gibt es ja schon einen Nachfolger, nur weiß es noch keiner. Wie grausam und/oder nichtssagend muss da die Musik sein, um derartig von der Musikwelt ignoriert zu werden? Im Grunde ist nichtssagend aber schon ein gutes Prädikat, vielleicht schon die Erklärung. Irgendwie nerven Jerkstore schon von der ersten Sekunde an, wirken wie aus einem anderen Jahrzehnt, stilistisch irgendwie grenzwertig. Dabei können sie nicht mal viel dafür, machen nichts wirklich falsch, bestimmt steckt da auch irgendwo Leidenschaft hinter (wobei die aalglatte Produktion schon mal kein Indiz dafür sein dürfte). Aber so wirklich will das moderne Metal-Quartett zu keiner Zeit packen, egal ob bei vermeintlich catchigen Refrains oder all den tiefgestimmten, rockigen Riffs. Viel eher hängen einen die schwer poppigen, sulzig vorgetragenen (Gesangs!-)Melodien schnell zum Halse heraus.